Case No. TC 5245. Edition of 100 copies. Düsseldorf. Galerie Max Mayer. 2017. 28,5 x 22,5 cm. 464 unpaginierte S. Braunes Leinen mit schwarzen, goldgeprägten Rückenschildern. Verlagsfrisches Exemplar (Neubuch).

250,–

Das vorliegende Künstlerbuch – der YU Contemporary VS Deptartment of Revenue, Oregon and Multnomah County Assessor von Aaron Flint Jamison sammelt alle offiziellen Dokumente, die mit der gleichnamigen Gerichtsverhandlung im Jahr 2016 zusammenhängen. In diesem Verfahren hat das in Portland, Oregon, ansässige Kunstzentrum Yale Union, zu dessen Gründern und Vorstandsmitgliedern Jamison zählt, einen Entscheid des Multnomah County1 angefochten. Laut diesem Entscheid sollte der Institution hinsichtlich des Grundsteuersatzes der Status eines non-profit „Kunstmuseums“ aberkannt werden. Ein Abschnitt des YU Contemporary VS Dept. of Revenue Oregon & Mult. Co. Assessor gibt die Transkription der Anhörung wieder, in der Jamison seine Aussage machte (der „Verbatim Report of Proceedings“).
Die Publikation bezieht sich auf Jamisons Engagement als Teil der Künstlergruppe die die Institution „Yale Union“ betreibt. Er als, ihr Repräsentant, ist gegen die Finanzbehörden von Oregon vor Gericht gezogen um gegen die Rücknahme ihres Status als gemeinnützig vorzugehen. In der wörtlichen Niederschrift des Gerichtsprozesses werden die Fragen nach der Grenze zwischen privatem und öffentlichem Engagement gestellt, wie Flint´s Praxis als Künstler selber Arbeiten, Dinge produzierend und sein Engagement für die Institution auseinander zu halten sind. Die Publikation als Teil von Flint´s künstlerischer Praxis befindet sich deswegen in der Tradition von institutionskritischer Kunst, von Hans Haacke bis zu Maria Eichhorn.
Für die Gestaltung des Buches ist bewußt die nüchterne Form einer Gerichtsakte gewählt, ebenfalls für die Form der Wiedergabe durch Kopien und Abschriften. Das Künstlerbuch ist im Kollophon nummeriert, hier Nummer 6 / 100.